CONEL klärt auf: Normen und Regelwerke für sauberes Trinkwasser

Wasser ist unser wertvollstes Gut. Ob als überlebenswichtiges Nahrungsmittel oder zur Körperpflege – Wasser ist aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Aus diesem Grund gelten bei Trinkwasser die allerhöchsten Hygieneansprüche.  Denn nur durch größte Sorgfalt bei der Planung und Ausführung von Trinkwasseranlagen lässt sich gesundheitsgefährdenden Keimen und Bakterien wie Legionellen vorbeugen.

WasserglasEbendiese soll mittels der „Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch“ – auch Trinkwasserverordnung (TrinkwV) genannt – gewährleistet werden. In Bezug auf Trinkwasserhygiene gilt sie als wichtigstes Regelwerk und legt u.a. die Beschaffenheit, Aufbereitung und Überwachung des Trinkwassers sowie sämtliche Pflichten der Wasserversorger fest. Hier sind auch die Grenzwerte für mikrobiologische und chemische Belastungen aufgelistet.

Weil in der Trinkwasserverordnung jedoch Vorgaben zur Planung, Installation oder dem Betrieb der Trinkwasseranlagen ebenso wenig wie zur Vermeidung von Trinkwasserverunreinigung aufgeführt sind, ist an vielen Stellen der Verweis zu den „Allgemein anerkannten Regeln der Technik“ (a.a.R.d.T.) zu finden. Diese fassen wiederum die nationalen sowie internationalen Normen und Arbeitsblätter zusammen und sorgen so für maximalen Durchblick.
Die Wichtigsten stellt CONEL Ihnen vor: 

 

DIN EN 806: Technische Regeln für Trinkwasser-Installation (Europäische Norm)
DIN EN 806 zielt darauf ab, eine Verschlechterung der Trinkwasserqualität zu vermeiden und somit dauerhaft weder eine Gesundheitsgefährdung noch einen Sachschaden zu verursachen. Gleichzeitig sollen Verunreinigung, Verschwendung, Verluste sowie Missbrauch vermieden und die entstehenden Geräusche auf ein vertretbares Maß reduziert werden. Ein erforderlicher Durchfluss und Druck an den Entnahme- bzw. Anschlussstellen ist ebenfalls zu gewährleisten.

DIN 1988: Technische Regeln für Trinkwasser-Installation (Deutsche Ergänzungsnorm)
DIN 1988 ergänzt DIN EN 806 um national relevante Aspekte und passt diese ggf. an (z.B. Anforderungen an Betriebstemperatur).

DIN EN 1717: Technische Regeln zum Schutz des Trinkwassers
DIN EN 1717 ist eine europäische Systemnorm, die Trinkwasser in Trinkwasser-Installationen vor Verunreinigungen schützt. Ebenso beschreibt sie die allgemeinen Anforderungen an Sicherheitseinrichtungen zur Verhütung von Trinkwasserverunreinigung durch Rückfließen.

DVGW-Arbeitsblatt W 551: Trinkwassererwärmungs- und Trinkwasserleitungsanlagen; Technische Maßnahmen zur Verminderung des Legionellenwachstums; Planung, Einrichtung, Betrieb und Sanierung von Trinkwasserinstallationen
Dieses Arbeitsblatt beinhaltet Maßnahmen, mit denen sich eine massenhafte Vermehrung von Legionellen in Warmwassersystem verhindern lässt bzw. bei bereits bestehenden Installationen eine Beseitigung der Legionellenkontamination durch Sanierungsmaßnahmen beseitigt werden können. Maßnahmen, die es hinsichtlich der Trinkwasserqualität vorgeschriebenen Anforderungen zu beachten gilt.

VDI 6023: Hygiene in Trinkwasser-Installationen
VDI 6023 ist eine Richtlinie für sämtliche Trinkwasser-Installationen auf Grundstücken und in Gebäuden. Sie gibt Hinweise für deren Planung, Errichtung, Inbetriebnahme, Nutzung, Betriebsweise sowie Instandhaltung und ist auch für alle anderen Trinkwasser-Installationen (z.B. mobile Anlagen) gültig.

DIN 50930-6: Korrosion der Metalle – Korrosion metallener Werkstoffe im Innern von Rohrleitungen, Behältern und Apparaten bei Korrosionsbelastung durch Wässer – Teil 6: Bewertungsverfahren und Anforderungen hinsichtlich der hygienischen Eignung in Kontakt mit Trinkwasser
DIN 50930 beschreibt das Verhalten von metallischen Werkstoffen für die Sanitärinstallation gegenüber Trinkwasser. Schwerpunkt liegt dabei auf der Korrosionswahrscheinlichkeit der einzelnen Materialien. Der sechste Teil umfasst dabei die nationalen Anforderungen, die es in Deutschland zu berücksichtigen gilt.